typoversity 1

Publikationen // Buchkonzept, Interviews, Gestaltung: typoversity 1 // März 2011

Wie sieht die gegenwärtige typografische Ausbildung an deutschen Hochschulen aus? Welche Lehrkonzepte werden im Zuge einer sich stetig wandelnden Kultur angeboten? Wie gehen Studierende mit Typografie um? Diesen und anderen Fragen gingen wir in der Buchpublikation »typoversity 1« (NBVD Norman Beckmann Verlag & Design, Hamburg, 2011) nach.

Wir präsentieren herausragende typografische Projekte aus dem Studium und geben in Form von Interviews Einblicke in die aktuelle Lehre an deutschen Hochschulen. Wir thematisieren die Dichotomie aus Bildung und Ausbildung und diskutieren die Rolle der Typografie für die gestalterische Arbeit sowie ihrer gesellschaftlichen Relevanz. Im Mai 2011 wurde der Band auf der »TYPO Berlin« präsentiert.

Nadine Roßa, Andrea Schmidt & Patrick Marc Sommer (Hrsg.): »typoversity 1«
Norman Beckmann Verlag & Design, Hamburg, 2011
240 Seiten, ISBN: 978-3-939028-25-3


Koexistenz der Zeichen

Lehre & Forschung // Forschungsprojekt am Institut »design2context«, HGKZ // Oktober 2010

Im Zeitraum von 2008 bis 2010 arbeitete ich im Forschungsprojekt »Koexistenz der Zeichen« des Instituts »design2context« an der HGKZ mit. Unter der Leitung von Ruedi Baur beförderten Forscher_innen, Lehrende und Designer_innen aus vielen Ländern einen gemeinsamen Austausch zur Visualisierung des Multilingualismus. Dieser wird zukünftig die Basis der Kommunikation bilden. Unterschiedliche Sprachen und Zeichensysteme treten nebeneinander im öffentlichen Raum auf. Damit die Gestaltung der »fremden« Zeichen dem Niveau der eigenen Typografie gerecht werden kann, müssen Gestalter_innen von Informationen künftig die Zeichen der eigenen Sprache mit anderen typografischen Kulturen verbinden lernen.

In dem Forschungsprojekt untersuchten wir Probleme und Bedürfnisse, die sich aus der Koexistenz der Zeichen in interkulturellen Kontexten ergeben. Das Projekt konzentrierte sich in der ersten Phase auf die Gestaltung mit lateinischen neben chinesischen, japanischen oder koreanischen Schriftzeichen. In gemeinsamen Workshops an Hochschulen in China, Japan und der Schweiz wurden neue Erkenntnisse gesammelt und dokumentiert. Ziel war die Entwicklung von Gestaltungsmethoden und -modellen, pädagogischen Instrumenten und Benutzerhandbüchern für die Visualisierung des Multilingualismus.


Berliner Type & Corporate Design Award

Vorträge/Performance // Teilnahme an der Jurysitzung »Berliner Type« & »Corporate Design Preis 2010« // Frankfurt am Main // Juni 2010

Berliner Type // www.berliner-type.eu
Corporate Design Preis // www.corporate-design-preis.eu


Grafikdesign-Biennale Deutschland-China 2010

Vorträge/Performance // Vortrag über Schriften im interkulturellen Kontext // hfg Offenbach // Mai 2010

Auf der 1. Grafikdesign Biennale Deutschland-China 2010 in Offenbach erhielt ich die Chance, das Konzept der »Bilingualen Typografie « vorzustellen. In dem erweiterten Vortrag »Look East!« präsentierte ich aktuelle Arbeiten sowie Studien- und Forschungsprojekte zum Thema »Schriften im interkulturellen Kontext« einem deutsch-chinesischen Publikum.


Bilinguale Typografie

Lehre & Forschung // Gastprofessur an der China Academy of Arts Hangzhou (China) // Februar 2009

Im Wintersemester 2008_09 unterrichtete ich im Rahmen einer Gastprofessur an der China Academy of Arts Hangzhou (China) im bilingualen Masterstudiengang für Visuelle Kommunikation.

Ziel des Seminars war die differenzierte Auseinandersetzung mit der visuellen Kommunikation der chinesischen und deutschen Kultur. Die Öffnung von Landesgrenzen sowie die Ausweitung von Märkten erzeugen ganz neue Herausforderungen für den Menschen innerhalb seiner Umwelt und somit auch für die Designer_innen als Gestalter_innen ihrer Umwelt: Öffentliche Leitsysteme, Plakatwerbung oder Internetseiten bilden mehrere Sprachen nebeneinander ab; Produktverpackungen werden durch ihre visuelle Erscheinung auch in an deren Kulturen dekodierbar; Gebrauchsanweisungen sind interkulturell verwendbar. Unterschiedliche Zeichenfamilien bilden auf Informationsträgern eine Einheit.

Die Studierenden setzten sich neben dem Erlernen handwerklicher Grundlagen der typografischen Gestaltung mit Schrift und Zeichenfamilien unterschiedlicher Kulturen auch mit neuen Anforderungen des modernen multilingualen Grafikdesigns auseinander.